Archiv

Recyclinghöfe: Die AWG verbessert die Abläufe und den Service

Auf einigen Recyclinghöfen der AWG ist es zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Daraufhin hat die Geschäftsführung Maßnahmen zur internen Aufklärung ergriffen und eine externe Fachanwältin mit der arbeitsrechtlichen Prüfung beauftragt, die derzeit noch nicht abgeschlossen ist. AWG-Geschäftsführer Martin Bickenbach weist darauf hin, dass strafrechtliche Ermittlungen ausschließlich der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Wuppertal obliegen, mit der die AWG voll umfänglich kooperiert.

 

 

Martin Bickenbach: "Wir stellen die Umsetzung arbeitsrechtlicher Maßnahmen wie zum Beispiel Abmahnungen bis zum Abschluss der Ermittlungen von Kripo und Staatsanwaltschaft zurück. Fragen zum Stand der laufenden Ermittlungen können wir deshalb nicht beantworten."

Die AWG hat die Unregelmäßigkeiten zum Anlass genommen, die betrieblichen Abläufe auf allen Recyclinghöfen zu überprüfen.

 

 

 

Kurzfristig sind dort Änderungen geplant:

 

- Es wird ein neues Quittungs- und Kassensystem geben: Jeder, der auf dem Recyclinghof etwas abgegeben hat, erhält eine Quittung, auch wenn die Ladung kostenfrei abgegeben werden durfte. Die Anlieferung samt Quittung ist nur unter Eingabe des Auto-Kennzeichens des Anlieferers möglich. So ist die Zuordnung jeder Anlieferung, ob kostenpflichtig oder kostenfrei, nachvollziehbar.

 

- Im Einfahrtsbereich der Recyclinghöfe wird es teilweise geänderte Warte- und Absperrregelungen geben, damit unkontrolliertes Befahren des Geländes und unbeaufsichtigtes Laden von Material nicht mehr möglich ist.

 

- Für das Personal auf den Recyclinghöfen wird es ein rollierendes Schichtsystem geben. Das heißt, die Mitarbeiter werden nicht nur an einem Recyclinghof, sondern an mehreren Standorten eingesetzt. Die Öffnungszeiten der Recyclinghöfe sind davon nicht betroffen.

 

- Ab sofort gilt für alle Recyclinghöfe  der AWG: Den Mitarbeitern ist die Annahme von Trinkgeld oder anderen Zuwendungen nicht erlaubt. Die AWG-Geschäftsführung bittet deshalb auch die Bürgerinnen und Bürger, von Trinkgeld oder anderen Zuwendungen abzusehen.

 

- Es wird geprüft, ob eine Videoüberwachung des Geländes unter Beachtung des Datenschutzes möglich wäre.

 

 

AWG-Geschäftsführer Martin Bickenbach: "Uns ist bewusst und wir bedauern sehr, dass der gute Ruf unserer Recyclinghöfe Schaden genommen hat. Die Unregelmäßigkeiten haben uns veranlasst, Änderungen auf den Recyclinghöfen auf den Weg zu bringen, um dort die Abläufe zu verbessern." Martin Bickenbach ist davon überzeugt, dass die Besucherinnen und Besucher mit dem Service der Recyclinghöfe sehr zufrieden sind. Mehr als 200.000 Mal pro Jahr werden die Recyclinghöfe von Bürgerinnen und Bürgern besucht.

 

Die AWG bittet um Verständnis, dass es durch die geplanten Neuerungen vorübergehend zu längeren Wartezeiten an den Recyclinghöfen kommen kann. Es geht der AWG um transparente Arbeitsabläufe und größtmöglichen Service für die Besucher und Besucherinnen der Recyclinghöfe.

 

 

Service:

Die Recyclinghöfe haben weiterhin zu den gewohnten Zeiten geöffnet.   Insgesamt betreibt die AWG an fünf Standorten Recyclinghöfe:

- Barmen (Münzstraße, dienstags geschlossen)

- Küllenhahn (Korzert am MHKW, freitags geschlossen)

- Varresbeck/Sonnborn (Am Giebel, mittwochs geschlossen)

- Langerfeld (Badische Straße, donnerstags geschlossen)

- Uellendahl (Bornberg, montags geschlossen), am Recyclinghof Bornberg befindet sich zudem die ständige Schadstoff-Annahmestelle der AWG. Für Privatkunden ist dieser Service kostenfrei.

- Alle AWG-Recyclinghöfe haben auch samstags von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet.

 

<<< Zurück zu Aktuelles

|   Andreas Spiegelhauer

Archiv